Kissin’ Dynamite – die Heavy Metal-Zukunft aus Deutschland

Vor acht Jahren hat die Frankfurter Allgemeine Kissin‘ Dynamite als die Metal-Zukunft Deutschlands angepriesen. Was ist mit den fünf Jungs inzwischen passiert?

Das Interview im Mai 2010 machte Hoffnungen auf eine neue Band aus Deutschland. Sind Kissin‘ Dynamite ein neuer Exportschlager? Können Sie vielleicht sogar mit den Skorpions oder Rammstein mithalten? Vor allem das Alter der Jungs war bemerkenswert. Das jüngste Bandmitglied wurde gerade mal volljährig. Die restlichen vier hatten das Abi auch noch nicht ganz in der Tasche. Wer in diesem Alter schon durchstartet, aus dem kann noch richtig was werden. Bereits 2008 hatten sie ihr erstes Album „Steel of Swabia“ veröffentlicht, das zwar noch etwas von Jugendband hatte, hinter dem aber Potential zu spüren war. Auch das 2010 veröffentlichte „Addicted to Metal“ zeigte eine positive Entwicklung.

Doch erst einmal wurde es wieder still um die Jungs aus dem schwäbischen Burladingen und Münsingen. Das Abitur war allen fünf wichtig. Erst der Schulabschluss und dann durchstarten, lautete die Devise. Im März 2011 starteten die Aufnahmen zum dritten Album „Money, Sex and Power“, das im März 2012 erschien. So platt wie der Titel waren dann leider auch die Songs. Anstatt neue Akzente zu setzen und mit nie dagewesenem Metal zu überzeugen, hört man die Mainstream-Schiene recht deutlich heraus, die auf Chartplatzierungen abzielte.

Inzwischen sind einige Jahre und weitere Alben wie „Megalomania“ (2014) und „Generation Goodbye“ (2016) vergangen. Das aktuelle Album „Ecstacy“ hat immerhin eine Chartplatzierung auf Rang sieben hingelegt. Diese Platzierung hielt aber nur vier Wochen und schon war die Band wieder aus dem Musikgeschehen verschwunden. Der große Durchbruch blieb leider bis heute aus.

Es ist immer noch eine junge Band und das Potential der Musiker scheint nicht ausgeschöpft, aber die Produktionen sind nicht in der Lage, mit dem Heavy Metal mitzuhalten, den die Jungs im Interview 2010 als Quelle der Inspiration angegeben hatten. Bleiben wir gespannt, was Kissin‘ Dynamite in Zukunft abliefert.

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