Heavy Metal-Mode auf dem Kiez

„Heavy Metal ist Gottes Entschuldigung für Volksmusik“, aber was ist die Entschuldigung für ein Justin Bieber-T-Shirt? Diesen Mode-Fehltritt gibt es nämlich gerade bei H&M. Mit Justin Biebers neuer Tour will sich das bekannte Modelabel eine Scheibe vom Erfolg der „Popnase“ abschneiden. „Diese Shirts sind nur zum Anzünden gut“ meint Hella Hell. Die Altrockerin ist auf dem Kiez für die Modekontrolle zuständig und würde ein „Bübchen im Bübchen-Shirt“ nicht reinlassen. „Anzünden ist auch keine Lösung“, meint Kollege Roky grinsend „nachher brennt der ganze Kerl. Am besten gleich hängenlassen und was Ordentliches kaufen. Auf dem Kiez ist das sicherer.“ Er trägt heute AC/DC in XL.

Für viele sind es einfach nur T-Shirts, aber für Heavy Metal-Fans war es schon immer mehr als nur Mode. Ein T-Shirt seiner Band zu tragen ist „Kultur am Ranzen“. Und diese Kleiderordnung gilt nicht nur auf dem Konzert.

„Ich würde niemals mit so Mode-Schnickschnack rumlaufen.” Von AC/DC über Ozzy Osbourne bis Frank Zappa geht sein Kleiderschrank. Auch Metallica ist ihm „zu Kommerz“. Hella trägt derweil am liebsten Doro. „Sie ist halt die größte. So eine großartige deutsche Hardrock-Queen wird es nie mehr geben“. Da kann auch Roky nicht widersprechen.

Auf dem Kiez ist halt noch Hard’n’Heavy und Rock’n’Roll angesagt. Das sieht man auch in der Wahl passender Klamotten für die Feiermeile.

„Mit Justin Bieber-Klamotten rumzulaufen wäre mir auch zu gefährlich“, ruft ein schmächtiger Kiez-Besucher im Vorbeigehen, „da wird man nicht ernstgenommen und von so einer Kiste verprügelt.” Roky fühlt sich zurecht angesprochen und erwidert: „Dich würde ich auch mit Ozzy-Shirt und Ledernacken nicht ernst nehmen, Du Spargel.“

Unser Fazit des Abends: Kleider machen nicht alles aus, es geht auch um den, der drin steckt. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, der ist auf dem Kiez besser beraten, wenn er statt Justin lieber Anthrax oder Ozzy Osbourne trägt.

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